MOZ-Interview mit Landrat Bodo Ihrke

Veröffentlicht am 16.04.2009 in Kommunalpolitik

Landrat Bodo Ihrke (SPD)

Kreis Barnim (MOZ). Wochenlang tobte im Barnim die Debatte über die Direktwahl des Landrates. Amtsinhaber Bodo Ihrke (SPD) hatte sich dagegen ausgesprochen, der Kreistag votierte denkbar knapp dafür. Hans Still sprach mit Landrat Bodo Ihrke darüber, ob und wie die Entscheidung der Abgeordneten Einfluss auf die Arbeit des Landrates nimmt.

Sie waren gegen die Direktwahl, wie denken Sie heute darüber?

Die Entscheidung ist gefallen, also habe ich das nicht weiter zu bewerten. Ich habe aber von Anfang an gesagt, mir ist der Wahlmodus gleich. Für die Direktwahl spricht einiges, wenngleich ich noch nicht verstehe, warum eine Wahl im Kreistag weniger demokratisch sein soll als die Wahl durch die Bürger. Es gibt, so glaube ich, nur demokratische und undemokratische Wahlen.

Was bekommen Sie denn von den Bürgern zu hören?

Die verstehen oft nicht, was da diskutiert wird. Und sie erwarten wohl eher, dass die gewählten Politiker ihre Verantwortung wahrnehmen.

Wird sich jetzt ihre Arbeit verändern?

Ich denke, wir müssen stärker kommunizieren, was in dieser Verwaltung läuft. Als staatliche Behörde geben wir 90 Prozent des Geldes für übergreifende Leistungen für die Bürger aus. Täglich fallen hier bis zu 40 Entscheidungen, die in der einen oder anderen Form die Bürger betreffen und nicht nur Freude auslösen. Im direkten Gespräch mit den Bürgern muss das besser rübergebracht werden.

Ist schon klar, wann gewählt wird?

Der 3. und 17. Januar 2010 wären denkbare Termine für die Wahl und eine Stichwahl. Aber ehrlich, am 3. Januar zu wählen, halte ich für eine Schnapsidee. Ich hoffe nicht, dass es dazu kommt.

Wie müssen wir uns den Landrat im Wahlkampf vorstellen?

Also ich glaube nicht, dass ich in der Weihnachtszeit auf dem Marktplatz stehen werde, um die Leute beim Einkauf zu stören. Die Frage ist doch, was wir politisch im Barnim wollen und was vernünftig ist. Dazu werden sich die Bewerber z. B. bei Foren positionieren müssen. Und sie werden sagen, mit wem sie ihre Ziele durchsetzen wollen.

Lesen Sie das ganze Interview in der Printausgabe der MOZ vom 16.04.09 oder im Internet auf www.moz.de

 
 

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